Karriere als Systemelektroniker/-in
Was machen Systemelektroniker?
Die Temperatur im Rathaus soll im Winter angenehm warm sein; Räume nur geheizt werden, wenn sie auch benutzt werden; die Beleuchtung in der Kirche zentral gesteuert werden. Die verfahrenstechnische Reinigungsanlage muss automatisch stoppen, wenn eine Störung auftritt; der Brunnen genau die richtige Wassermenge fördern...
Die meisten Geräte und Anlagen werden heutzutage eletronisch gesteuert und geregelt. Spezielle Software misst und prüft den technischen Ablauf. Die dafür notwendigen elektronischen Systeme müssen einwandfrei funktionieren.
Dafür sorgen Systemelektroniker. Sie sind Spezialisten für Mechanik, Elektrotechnik und Mikroprozessorentechnik. Sie entwickeln für die öffentliche Hand, Privat-Kunden und Unternehmen genau die passende technische Lösung und stellen sie her. Klar, dass sie auch in der Instandhaltung, im Kundendienst und Service arbeiten und sofort zur Stelle sind, wenn die Kontrolllampen auf rot stehen.
Systemelektroniker ist ein Ausbildungsberuf, der den Elektromechaniker seit dem 1. August 2003 abgelöst hat. Die Ausbildung beträgt dreieinhalb Jahre mit anschließender Prüfung, die bei der Handwerkskammer abgelegt wird. Die Ausbildung erfolgt entweder dual über den Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule oder über eine schulische Ausbildung mit Praktika.
Ausgebildete Systemelektoniker haben die Möglichkeit, sich nach Besuch einer Meisterschule zum Meister prüfen zu lassen oder die Technikerschule des Landes zu besuchen. Eine Weiterbildung mit Hochschulzugangsberechtigung ist möglich mit folgenden Abschlüssen:
- Bachelor of Engineering (FH) - Mechatronik
- Dipl.-Ing. (FH) - Elektronik
- Dipl.-Ing. (Uni) - Eletrotechnik und Informationstechnik
- Dipl.-Ing. (FH/Uni) - Elektr. Regelungstechnik (MSR)
Für wen ist der Job geeignet?
Bewerber sollten...
- sich für betriebliche Zusammenhänge und Arbeitsabläufe interessieren
- Spaß an Computern und Elektrotechnik haben
- mathematisches Verständnis, logisches Denkvermögen besitzen
- Ausdauer haben und sich immer wieder auf neue Situationen einstellen können
- gerne im Team arbeiten
... und sich den Herausforderungen stellen:
- wechselnde Aufgaben mit wechselnden Kunden
- neue technische Entwicklungen erlernen
- enge Zusammenarbeit mit "Kollegen aus der Technik"
- finanzielle Verantwortung übernehmen
